Feuchtschutz

Gründe zur Vermeidung von Feuchteschäden

Konstruktiver Feuchteschutz gegen Undichtigkeiten

mauerfeuchte1Aus nach­fol­gen­den Gründen ist die Vermeidung von Feuchteschäden not­wen­dig:

  • der Wärmeschutz der Gebäudehülle wird ver­min­dert, da durch­feuch­te­te Bauteile ei­ne hö­he­re Wärmeleitfähigkeit ha­ben und so­mit ver­mehrt Wärme nach au­ßen ge­lei­tet wird.
  • nied­ri­ge in­ne­re Oberflächentemperaturen der Außenbauteile kön­nen zu Tauwasserbildung füh­ren, mit nach­fol­gen­der Schimmelbildung an durch­feuch­te­ten Bauteilen.
  • in feuch­ten Baustoffen kön­nen vie­le che­mi­sche, phy­si­ka­li­sche und bio­lo­gi­sche Prozesse das Material zer­stö­ren und so­mit die Haltbarkeit des Bauteils ver­min­dern oder so­gar die Standsicherheit ge­fähr­den.

Arten der Feuchtebeanspruchung von Bauteilen
Folgende Beanspruchungen ei­nes Bauteils kön­nen bau­phy­si­ka­lisch un­ter­schie­den wer­den:

  • Neubaufeuchte, z.B. durch Anmachwasser von Beton, Estrich oder Putz bzw. durch feh­len­den oder nicht aus­rei­chen­den Regenschutz wäh­rend der Bauphase.
  • Tauwasserbildung an der raum­sei­ti­gen Oberfläche von Bauteilen durch zu ho­he Luftfeuchtigkeit oder zu ge­rin­gem Wärmeschutz bzw. durch bau­phy­si­ka­lisch un­güns­ti­ge Schichtenfolgen.
  • Niederschlagsfeuchte durch Regen (Schlagregen), Schnee, Hagel, Spritzwasser im Sockelbereich.
  • Bodenfeuchtigkeit in Form von Erdfeuchte, Sickerwasser oder Grundwasser, die auf das Bauteil ein­wir­ken.

Die Einwirkung von Feuchtigkeit kann zu ver­schie­de­nen Schäden am Gebäude füh­ren. Eine Folge da­von ist ein ver­min­der­ter Wärmeschutz, der zu­sätz­li­che Heizenergieverluste und ei­ne Verschlechterung des Innenraumklimas nach sich zieht. Durch die Übertragung der Feuchtigkeit auf an­de­re Bauteile und Möbel kön­nen auch die­se durch Quellen bzw. Schwinden ge­schä­digt wer­den. Zusätzlich wird durch ein­drin­gen­de Feuchtigkeit die Entwicklung von Insekten und Pilzen be­güns­tigt, die zu ge­sund­heit­li­chen Problemen und zur Zerstörung der Bausubstanz füh­ren kön­nen.

Darüber hin­aus kann es auf­grund ein­ge­drun­ge­ner Feuchtigkeit im Mauerwerk, z.B. in der kal­ten Jahreszeit, zu Zerstörungen durch Frost kom­men oder es kön­nen Pflanzenwurzeln in das Mauerwerk ein­drin­gen. Durch Herauslösen von Salzen (z.B. aus Mörtelbestandteilen oder Anmachwasser) kann es auf der Mauerwerksfläche zu Ausblühungen (d.h. wie­der aus­kris­tal­li­sier­te Salze) kom­men.